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23.02.2017
15:00 - 16:00
Vortrag

Das Bild der Ukraine in der deutschen Intellektuellengeschichte Ende des 19. und erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

23. Februar 2017, 15.00 Uhr, Vortragssaal, Herder-Institut, Marburg

Professor Volodymyr Potulnytskyi
(Humboldt-Stipendiat am Herder-Institut 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017)
Am Ende des 19. und in der erste Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es zwei Hauptlinien der Entwicklung deutscher Intellektuellengeschichte über die Ukraine: eine politische Konzeption, die sich zu einer geographischen Richtung entwickelte, und eine historische und historiosophische Linie, die schrittweise aus der kleinrussischen Perspektive der russischen Geschichte enstand. Später war Deutschland, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nur noch zur UdSSR und nicht mehr zur Ukraine direkte diplomatische Beziehungen hatte, aber zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Mit dem Wirtschaftswunder vergaß man die Ukraine, umso mehr, als sie nicht als unabhängiger Staat existierte, und die Deutschen genau der amerikanischen Osteuropapolitik folgten, die Rußland ins Zentrum stellte.
Ziel dieses Bericht ist es, das sich in zahlreichen Buchpublikationen und Zeitschriften äußernde Meinungsspektrum der deutschen Wissenschaft zur Ukraine-Problematik in den Jahren 1888 bis 1953 (in seiner gesamten, Unterschiede wie Gemeinsamkeiten der einzelnen Positionen) erstmalig systematisch zu darzustellen. Der Vortrag ist konzeptionell orientiert und richte die Aufmerksamkeit auf die Wiederherstellung einer vorherrschenden deutschen Perspektive Ukrainischer Geschichte im Laufe der Zeit , bzw. wann Deutschland seine eigene Ukraine-Politik hatte.

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

Ort Vortragssaal