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18.06.2015 - 19.06.2015
09:00 - 15:00
Workshop

Der Aufbruch zur Demokratie in Ostmitteleuropa zwischen den Kriegen

Im Workshop "Der Aufbruch zur Demokratie in Ostmitteleuropa zwischen den Kriegen. Notwendige Bausteine für ein Gesamtbild europäischer Demokratiegeschichte" kooperiert das Herder-Institut mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden.

Die moderne Demokratie reicht auf politische, soziale und kulturelle Prozesse des 19. Jahr­hunderts. Im 20. Jahrhundert avancierte sie zum dominierenden politischen und gesell­schaftlichen Herrschaftskonzept. Vor allem der Erste Weltkrieg beziehungsweise dessen Ende waren ein Katalysator europäischer Demokratiegeschichte. Begünstigt wurde diese Demokratisierungsbewegung nicht zuletzt durch den Sieg und die resultierende Vormacht­stellung westlich demokratischer Staaten wie den Vereinigten Staaten von Amerika, die nicht nur für Demokratie schlechthin zu stehen schienen, sondern diese zum Teil explizit als Be­dingung einer zukünftigen Nachkriegsordnung forderten und auf diese Weise die Demokra­tisierung nicht nur auf Seiten der Kriegsverliererstaaten forcierten. Wenn die europäische Geschichte zwischen den Kriegen als bedeutsames Kapitel der Demokratiegeschichte ge­schrieben wurde, dann richtete sich der Blick bisher fast ausschließlich auf West- und Nord­europa. Im Bereich Zentraleuropas konzentriert sich der Blick noch immer sehr stark auf die deutsche Demokratie und ihr Scheitern. Die Geschichte der Demokratie in Ostmitteleuropa ist dagegen ein stark vernachlässigtes Gebiet. Gerade dieser Teil Europas ist aber für die Geschichte der Demokratie nach dem Ersten Weltkrieg höchst interessant.
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Ort Marburg