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Das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung - Institut der Leibniz-Gemeinschaft wurde 1950 in Marburg gegründet und ist eine der zentralen Einrichtungen der historischen Ostmitteleuropa-Forschung in Deutschland. 1992 wurde das Institut Mitglied in der Leibniz-Gemeinschaft (WGL, früher Blaue Liste). Der Direktor des Herder-Instituts ist seit 2007 auch Professor für die Geschichte Ostmitteleuropas an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Mitglied im Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo).

Das Institut beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte und Kultur Polens, Estlands, Lettlands, Litauens, Tschechiens, der Slowakei und der Region Kaliningrad. Das Institut bietet eine der besten Spezialbibliotheken und verfügt über umfangreiche Sammlungen (Bilder, Karten, archivalische Materialien mit Schwerpunkt Baltikum). Es betreibt Forschungs- und Entwicklungsprojekte und organisiert Tagungen, Workshops und Vorträge. Ein Stipendienprogramm ermöglicht Forschungsaufenthalte von einem bis drei Monaten. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählt auch die Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung.

Einen Schwerpunkt weist das Institut im IT-Bereich auf. Es bietet einen bibliographischen online-Service (Literaturdokumentation) und ein im Aufbau befindliches Onlineportal zur Geschichte Ostmitteleuropas (Dokumente und Materialien). Zusätzlich betreut das Herder-Institut im Rahmen der Virtuellen Fachbibliothek Osteuropa (ViFaOst) Internetressourcen und Länderportale zu Ostmitteleuropa (www.historicum.net). Gemeinsam mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der Universität Gießen ist das Herder-Institut schließlich seit Juli 2008 in der Landesexzellenzinitiative LOEWE am Schwerpunkt "Kulturtechniken und ihre Medialisierung" beteiligt.


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